Dachbegrünung für nutzbare Wege - Verkehrsdach Retention
Retentionsverkehrsdächer sind von Personen sowie mit PKW und LKW nutzbare Wege und Flächen, die zugleich als Retentionsraum dienen können. Sie lassen sich mit Begrünung kombinieren und auf unterschiedlichen Dachkonstruktionen einsetzen.
Als Bestandteil des Regenwassermanagements kann das Verkehrsdach Retention Niederschlagswasser temporär speichern und gedrosselt ableiten. In Kombination mit begrünten Flächen kann ein Teil des Wassers durch Verdunstung wieder an die Umgebung abgegeben werden.
Vorteile eines Verkehrsdachs mit Retention
- Kombination aus Verkehrsfläche und Regenwasserrückhalt
- Reduzierung des Spitzenabflusses entsprechend der Bemessung
- Bemessung der Drosseltechnik auf vorgegebene Einleitmengen
- Für Personen sowie PKW- und LKW-Verkehr je nach Nutzungskategorie auslegbar
- Kombinierbar mit begrünten Belägen (z. B. Schotterrasen)
- Als Baustein des Regenwassermanagements in Schwammstadtkonzepten einsetzbar
Typische Einsatzbereiche
- Tiefgaragen und Parkdecks mit Fahrbelag
- Feuerwehrzufahrten auf Dachflächen
- Schulhöfe oder Quartiersplätze auf Dächern
- Industrie- und Logistikflächen mit Fahrzeugverkehr
- Dachbegrünung auf Verkehrsflächen in Wohnanlagen
- Dachnutzungen mit technischer Infrastruktur
Retentionsdach für Verkehrsflächen im Überblick
Die Basis bildet die hochbelastbare Wasser-Retentionsbox (WRB), die sowohl als temporärer Rückhalteraum als auch als permanenter Speicher genutzt wird. Die WRB kann mit Platten, Pflaster, Schotterrasen oder begrünten Oberflächen kombiniert werden – ideal für den Einsatz auf einer dachbegrünten Verkehrsfläche.
Je nach Projektvorgabe lässt sich eine Ablaufdrossel integrieren. Besonders bei einem Verkehrsdach mit Einleitbeschränkung ist das entscheidend: Der Abfluss kann exakt an die zulässige Einleitmenge angepasst werden – ein wichtiger Punkt bei kommunalen Auflagen.
Systemaufbau Verkehrsdach Retention
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Deckschicht
- Pflaster oder Plattenbelag
- Belagshöhe je nach Nutzungskategorie
Geeignetes Bettungsmaterial
- z.B. 3-5 cm Splitt 0/5
- Unterlage für Beläge (Deckschicht)
- Ausgleich von Einbau- und Maßtoleranzen
Tragschicht
- Schotter 0/32
- Schichtdicke min. 10 cm
- bei Schichtdicke unter 12 cm: Schotter 0/22 verwenden
- Stärke der Tragschicht nach Nutzungskategorie
Filtervlies FIL 300
- verhindert das Einschlämmen von Feinteilen in die Dränschicht
- gute Wasserdurchlässigkeit gemäß Produktdatenblatt
- hohe Reißfestigkeit gemäß Produktdatenblatt
- sehr hohe Georobustheitsklasse GRK 5
- mehr erfahren: Filtervlies FIL 300
Wasser-Retentionsbox WRB 85, WRB 95 oder WRB 170*
- Hohlraumvolumen zur Retention
- Druckfestigkeit gemäß Produktdatenblatt der jeweiligen WRB
- Eigengewicht gemäß Produktdatenblatt der jeweiligen WRB
- mehr erfahren: WRB 85
- mehr erfahren: WRB 95
mehr erfahren: WRB 170
* Auswahl der passenden Wasserretentionsbox nach Nutzungskategorie, Dachkonstruktion und erforderlicher Anstauhöhe. Bitte lassen Sie sich von unserer Anwendungstechnik beraten.
Schutz-, Trenn- und Gleitlage SGL 500 oder TGF 1,2 und PE-Trenn- und Gleitfolie TGF 0,2
- Gleitschicht
- Reibwert nach DIN 53375 mit PE-Folie geprüft
- mehr erfahren: Schutz-, Trenn- und Gleitlage SGL 500
- mehr erfahren: PE-Trenn- und Gleitfolie TGF 1,2
- mehr erfahren: PE-Trenn- und Gleitfolie TGF 0,2
Ergänzende Produkte
- nicht im Rendering enthalten
- Anstauregler mit definierten Perforationen, der das Wasser mit zeitlicher Verzögerung ablaufen lässt
- Bemessung nach lokalen Niederschlags- und Gebäudedaten bzw. behördlichen Vorgaben
- mehr erfahren: Ablaufdrosseln
Technische Daten
| Gewicht | ab 400 kg/m² bzw. 4,0 kN/m² |
| Systemhöhe | ab 250 mm |
| Dachneigung | 0° |
| Nutzungskategorie | 1-3 (max. 20 t Fahrzeuggewicht; abhängig von Aufbau und Lastfall) |
Planungshinweise für Fachplaner und Kommunen
Bei der Planung eines Retentionsverkehrsdachs spielen verschiedene technische und regulatorische Faktoren eine Rolle. Die Einleitwerte werden kommunal festgelegt und beruhen auf lokalen Regenereignissen. Das erforderliche Volumen für die Rückhaltung wird entsprechend berechnet. Bei Einsatz einer Ablaufdrossel empfiehlt sich eine jährliche Kontrolle.
Die statische Auslegung des Systems erfolgt in Kombination mit der geplanten Deckschicht – typischerweise mit Pflaster- oder Plattenbelägen. Dabei müssen die Tragfähigkeit der Unterkonstruktion und die Belastung durch Verkehrslasten berücksichtigt werden. Nach technischer Prüfung kann das Verkehrsdach mit Retentionsfunktion in bestehende Konzepte der Regenwasserbewirtschaftung integriert und beispielsweise in Schwammstadtkonzepten eingesetzt werden. Eine mögliche Förderfähigkeit ist anhand des jeweiligen kommunalen Förderprogramms zu prüfen.
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Projektberatung und Kontakt
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